Chemisch gesehen sind Vitamine völlig unterschiedliche Substanzen
organischen Ursprungs, denen eines gemeinsam ist : Sie sind essentielle,
d.h. lebenswichtige Substanzen. Vitaminmangel führt zur Krankheit,
völliges Fehlen sogar zum Tod. Vitamindefizite entwickeln sich oft
schleichend und unbemerkt. Mit absoluter Sicherheit läßt sich
ein Vitaminmangel erst bei schweren klinischen Mangelzuständen ablesen,
also viel zu spät. Die Vitaminspeicher der Zellen können längst
leer sein, obwohl der Blutspiegel noch "normal" ist. Bei Ernährungswissenschaftlern
und Medizinern setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, daß Vitamine
zur Optimalversorgung im Sinne von Lebensverlängerung und Schutz
vor chronischen Krankheiten weit höher, als bisher angenommen, dosiert
werden müssen.
Vitamintabelle
Vitamin
C
Vitamin C kann viel mehr als nur vor einer Erkältung schützen.
Die größte Bedeutung liegt in seiner antioxidativen Wirkung
( siehe unter Antioxidantien ). Zahlreiche Ergebnisse der Grundlagenforschung
weisen darauf hin, daß hochdosiertes Vitamin C eine Schutzwirkung
gegen Krebs hat. Beispielsweise kann Vitamin C die giftigen Auswirkungen
durch Schwermetallbelastungen verringern. Außerdem verhindert
Vitamin C die Nitrosaminbildung aus Nitraten, die über stark gedüngte
landwirtschaftliche Produkte in die Nahrung gelangen. Wie hoch die ideale
Vitamin C–Versorgung für einen krankheitsvorbeugenden Effekt angesetzt
werden muß, wird immer wieder diskutiert. Nach Pauling und Rath
ist die schlechte Vitamin C–Versorgung mitverantwortlich für arteriosklerotische
Gefäßveränderungen, einem schwerwiegenden Risikofaktor
des Herzinfarktes. Legt man die Bedarfszahlen der menschlichen Entwicklungsgeschichte
zugrunde, dann ist die tägliche Dosis von 500 mg eine optimale
Größe. Wissenschaftler stellten fest, daß dies die
Tagesdosis des vorzivilisatorischen Menschen war.
Vitamin
B - Komplex
Den Vitaminen der B - Gruppe ist eines gemeinsam, es sind Substanzen
mit wichtigen Stoffwechselfunktionen im Bereich der Nerven. Stellvertretend
hier einige Informationen über das Vitamin B 1. Ein latenter Mangel
ist relativ häufig bei Nervenstörungen, Darmerkrankungen,
Alkoholismus oder Reduktionsdiäten. Aber auch Schwangere, Leistungssportler
und ältere Menschen bekommen oft zu wenig Vitamin B 1. Eine Zusatzversorgung
ist zu empfehlen.
Vitamin
A
Den Meisten ist Vitamin A als "Augenvitamin" bekannt. Das
hängt damit zusammen, daß Vitamin A-Mangel zu Sehstörungen,
in schweren Fällen sogar zu Blindheit führt. In den Industriestaaten
sind Unterversorgung und Mangelsymptome allerdings selten. Warum sollte
also bei uns einer guten Vitamin A Zufuhr mehr Aufmerksamkeit geschenkt
werden? Vitamin A wirkt vorbeugend bei ver- schiedenen Krankheitszuständen,
denn es hat wichtige Aufgaben im Team der Antioxidantien.
Vitamin
E
In hoher Dosierung hat dieses Vitamin, ähnlich wie Vitamin C,
Einfluß auf die Gefäßgesundheit, indem es arteriosklerotische
Gefäßverengungen hemmt. Zusätzliche Vitamin E - Versorgung
wird vor allem Rauchern, Schwerarbeitern, Herzkranken sowie Patienten
unter Strahlen– oder Chemotherapie empfohlen. Die zahlreichen therapeutischen
und präventiven Wirkungen von Vitamin E beruhen vor allem auf der
antioxidativen Funktion von Vitamin E zum Schutz vor freien Radikalen
( siehe auch unter Antioxidantien ) .
Vitamintabelle